08 Februar 2013

Lucretias Thoughts.

Mein Körper eingesperrt in einen großen, hellblau leuchtenden Kristall, tief in einer dunklen Höhle, meine Seele ward gebrochen, als der Wind durch dein schwarzes Haar strich und dein zutiefst trauriges Gesicht zum Vorschein brachte.
Was war nur aus dem einst so wunderschönen Gesicht geworden? Es war gezeichnet von Verzweiflung und Hoffnung, von Leid und Liebe und den Tränen die in Strömen über deine Wangen flossen.

Dein Anblick quälte mich, weil ich der Grud für dein inneres Zerbrechen war: täglich kamst du zu dem Kristall in dem mein Körper und mein Geist gefangen sind. Oft hast du nur dagesessen und nachgedacht, oft aber auch verzweifelt versucht mich zu befreien. Erfolglos.

Wieso kamst du immer wieder? Wieso gabst du nicht auf? Wieso musste ich dich so sehen?

Jeden Tag blickte ich aus meinem Kristallkäfig auf dich hinab und wünschte mir, dass bald ein Ende kommen mag.

Und eines Tages kamst du nicht mehr, mein Herz zerbrach in tausend Stücke und aus meinen Starren Augen flossen Tränen. Aber hatte ich mir nicht genau das gewünscht? Mein Geist versank in endloser Leere...

Dieser Tag ist nun schon so lange her. Wochen? Jahre? Ich weiß es nicht mehr, mein Gefühl von Zeit und Raum ging vor langer Zeit verloren, wie auch du vor langer Zeit aus meinem Leben verschwandst. Zum Schluss bleibt mir nur die Hoffnung, dass jemand kommen und meinen Käfig aus Kristall brechen wird. Ich träume oft davon, dass du es bist, liebster Vincent.

1 Kommentar: